Künstlerische Vielfalt

Spannende Ausstellung von The View Contemporary Art


Links: Dierk Maass, „54° 52‘ 54.271“ S  69° 31‘ 37.122“ W“, 2012, Leuchtbild, Edition 6+2, 60 x 60 cm

Rechts: Dierk Maass, „54° 52‘ 54.271“ S  69° 31‘ 37.121“ W“, 2012, Leuchtbild, Edition 6+2, 60 x 60 cm


In der Schreinerei Salenstein zeigt The View – Contemporary Art im Rahmen der Ausstellung „Vom Suchen und Finden“ Arbeiten der Künstler Johannes Dörflinger, Dierk Maass, Philippe Mahler und Werner Schlotter.

Johannes Dörflinger setzt sich in seiner Kunst mit Bildern, Symbolen und Archetypen Auseinander. In seinen Werken stehen Mensch, Natur und das Universum miteinander in Verbindung. Dörflingers künstlerisches Oeuvre spannt sich über vom Bildnerischen, Zeichnerischen über das Skulpturale bis hin zur Fotografie. Seit den frühen 1970er-Jahren bildet das Tarot einen wichtigen Bestandteil in seinem Werk. Seit den 1990er-Jahren arbeitet er mit Polaroid-Aufnahmen, die er meist in Gelb, Rot, Grün und Blau übermalt und so neue Bildwelten entstehen lässt. Seine Übermalungen bezeichnet er als „Transformationen“, was fast schon wie ein alchemistischer Prozess anmutet, bei dem aus der Veränderung von Stoffen ein anderer entsteht. 

Dierk Maass ist ein Meister in seinem Gebiet: der Fotografie. Maass bearbeitet er seine Bilder nicht digital, sondern alle Effekte, ob Unschärfe, Überbelichtung oder Spiegelungen, wählt er als künstlerisches Stilmittel, um das Motiv hervorzuheben. So bricht er mit Sehgewohnheiten und entwickelt auf seine Weise eine eigenständige künstlerische Praxis. Seine Fotografien zeigen das Leben von Menschen an extremen Orten, die Erhabenheit der Natur, aber auch die Beziehung zwischen den beiden. In der Serie „Upside Down“ spielt der Künstler Dierk Maass mit fotografischen und malerischen Elementen. Die Spiegelungen vermischen die Grenze zwischen dem eigentlichen Motiv und der optischen Illusion. Struktur und Farbpalette verleihen den Bildern eine besondere Spannung. Der Fokus des Fotografen richtet sich auf ein alltägliches Phänomen, durch seine künstlerische Sprache hebt er es aber in den Kontext des Besonderen. 

Präsentiert werden auch die Arbeiten des Künstlers Philippe Mahler. Seine Werke halten spezielle Lichtstimmungen fest und bestimmen damit wesentlich die Atmosphäre der Bilder. Durch den subtilen Einsatz von Licht und Schatten gelingt es Mahler, den Raum zu beleben und ganz im Bereich einer Malerei von Lichtwerten, Tönen und Klängen das Motiv zu komponieren. Räumliche Perspektiven spielen zudem eine zentrale Rolle in Mahlers Arbeiten. Sie stellen häufig stilllebenhafte Arrangements, Landschaften und Intérieurs dar. Seine Werke haben etwas Rätselhaftes, da in keinem der Werke Menschen anwesend sind, ihre Präsenz aber doch zu erahnen ist. Auf den ersten Blick realistische Darstellungen erweisen sich die Malereien bei näherer Betrachtung als imaginäre, innere Bilder. Die menschenleeren Motive sind individuelle Reflexionsflächen für den Betrachter, eine Einladung, den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen. Die Werkbetrachtung wird so zueinem sinnlichen Erlebnis.

Werner Schlotters Œvre erstreckt sich von Holz-, Stein- und Bronze-Skulpturen über Terrakotta-Plastiken und Zeichnungen. Ihm geht es in seinem bildnerischen Schaffen um die Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit des jeweiligen Materials. Da er in seinen Arbeiten eine Vielzahl an Materialien nutzt, wandelt sich seine künstlerische Sprache von Werk zu Werk: Mal erkennt man eine Tendenz zum Abstrakten, eine Rückbesinnung auf archaische Formen, mal oder einen minimalistischen Stil. Seine Plastiken tragen häufig keinen Titel, eine Form einen eingrenzenden Kontext zu verweigern und den Betrachter so herauszufordern,

mit dem Werk eine Beziehung einzugehen. Bei seinen Zeichnungen handelt es sich sowohl um skizzenhafte Kohle-Acryl-Bilder, als auch um Zeichnungen in Bleistift, Kreide oder Ziegelpigment. |zk|


Vom Suchen und Finden

28.3. bis 2.5.

The View Contemporary Art Space

Fruthwilerstr. 14

CH - 8268 Salenstein

Mo-Do 10-18 h

www.the-view-ch.com