Licht              versus Holz

Museum Ratingen und Museum Goch

zeigen Arbeiten von Paul Schwer


Paul Schwer, „o.T.“, 2017,PET-G, Pigmente und Siebdrucklack


Das Museum Ratingen und das Museum Goch widmen sich in einer neuen Sonderausstellung den Werken des Bildhauers Paul Schwer. Die kommunizierenden, sich ergänzenden Ausstellungen tragen den Titel „Von beiden Enden“ und gehen auf die intensive Auseinandersetzung Paul Schwers mit den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten zurück. Dieser hatte vor kurzer Zeit eine skulpturale Lichtinstallation in beiden Städten realisiert und damit auf eine spezifische Platz- und Ortssituation reagiert. So wurde eine Arbeit aus der Serie „Billboard Painting“ vor dem Stadttheater in Ratingen errichtet. In Goch wiederum entschied der Künstler sich für die Arbeit „Shelter Halic“, die auf einem künstlichen See platziert wurde. Diese Skulpturen werden nun im Rahmen der Sonderausstellung in einem größeren Kontext vorgestellt. Um die beiden spezifischen Merkmale im bildnerischen Verständnis von Paul Schwer, nämlich die skulpturale Verdichtung und die raumgreifende Installation, zu verdeutlichen, werden seine Werke aufgeteilt. Entsprechend der jeweiligen Raumsituation der beiden Museen werden in Ratingen die skulpturalen Arbeiten gezeigt, wohingegen in Goch die raumbestimmenden und mitunter auch raumgenerierenden Werke präsentiert werden. Schwers charakteristisches Gestaltungselement ist das Licht. Diesem wird in der Ausstellung in Ratingen eine besondere Bedeutung zugeschrieben. In Goch wird der Fokus dagegen auf dem Thema Holz liegen. So ergänzen sich beide Ausstellungen zu einer umfassenden Werkschau und geben damit den Betrachtern die Möglichkeit, das reiche Repertoire des Künstlers vollständig zu erleben. |ez|                    


Paul Schwer. Von beiden Enden

29.6. bis 30.9.

Museum Ratingen 

Peter-Brüning-Platz 1

40878 Ratingen 

Di-So 11-17 h

 

1.7. bis 9.9.

Museum Goch 

Kastellstraße 9, 

47574 Goch 

Di-Fr 10-17 h, Sa/So 11-17 h

www.museum-ratingen.de

www.museum-goch.de

www.paulschwer.de

 

Bernd Luz              im Prachtbau

Pop-Art-Ausstellung im Katharinenpalast


Bernd Luz mit ausgewählten Werken seiner Ausstellung 

im Katharinenpalast


Gold so weit das Auge reicht – so könnte man den Großen Saal des Katharinenpalastes nahe Sankt Petersburg wohl am treffendsten beschreiben. Nun bekommt die gold-weiße Inneneinrichtung ein wenig Farbe: Der deutsche Pop-Art-Künstler Bernd Luz ist der erste europäische Künstler, der jetzt dort ausstellen darf. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Musical Olympus-Stiftung wurde er dazu eingeladen, 20 seiner Werke dort zu präsentieren. Zudem wurden fünf seiner Malereien bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung der Stiftung an Interessenten aus Peking, Moskau, Berlin, Zürich und Genf versteigert. Bekannt ist Bernd Luz für seine Automobile Art und seinen Abstrakt-Pop-Stil, bei dem Alltag, Kunst sowie diverse Techniken aufeinandertreffen. Luz schafft es immer wieder, Stimmungen, die ihn besonders berühren, in seinen Werken umzusetzen. Die präsentierte musikalische Nostalgieserie und die City Pops von europäischen Städten sind exemplarisch dafür. Parallel dazu findet in Sankt Petersburg bis Ende September noch eine weitere Ausstellung von Luz statt. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft ist seine WM-Legenden-Serie im Solo Sokos Hotel Vasilievsky zu betrachten. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt mit Highlights der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften und erinnert an wichtige Spieler, Begegnungen und Besonderheiten. Die gezeigten Arbeiten sind spannend, energiereich und farbenfroh im typischen Pop-Art-Stil des Künstlers. Eine Besonderheit der Ausstellung, die kennzeichnend für Bernd Luz ist, sind die QR-Codes, die es zu jedem Werk gibt und mit denen man interessante Hintergrundinformationen aufrufen kann. |ez|