MEISTERWERKE IN ALLEN STILEN

Ausstellungshighlights des Kunstjahres 2019


1. Moritzburg

Die große Sonderausstellung „Bauhaus Meister Moderne“ zum Bauhaus und zur Sammlungsgeschichte des Landesmuseums vereint vom 29. September bis zum 12. Januar 2020 mehr als 100 hochkarätige Meisterwerke aus internationalen Sammlungen sowie den Beständen des Landeskunstmuseums. Sie ist einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus“. 

(Abb.: El Lissitzky, „Proun 6“, um 1919-1920, Öl auf Leinwand, 81 x 59 cm, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Punctum/Bertram Kober)

 

2. Deichtorhallen

Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert „gute aussichten 2018/2019 – Junge deutsche Fotografie“ im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf/inn/en in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. Die neunköpfige Jury wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen 9 Preisträger und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus.

(Abb.: Deichtorhallen Hamburg, Halle für aktuelle Kunst , Photo: Henning Rogge/Deichtorhallen Hamburg 

© Henning Rogge/Deichtorhallen Hamburg)

 

3. Staatsgalerie Stuttgart 

„Baselitz – Richter – Polke – Kiefer. Die jungen Jahre der alten Meister“ heißt die große Sonderausstellung 2019 in der Staatsgalerie Stuttgart. Rund 80 bis 100 frühe Hauptwerke werden die spektakulären 1960er-Jahre in den Fokus rücken. In diesem Zeitraum haben alle vier Künstler mit ihrem kreativen und produktiven Frühwerk die Grundlage für ihren Erfolg gelegt, der sie in Deutschland wie auch im Ausland zu den bedeutendsten Künstlern der Nachkriegszeit machte. Die Schau ist anschließend in den Deichtorhallen zu sehen.

(Abb.: Georg Baselitz, „Ein Grüner zerrissen“, 1967, Staatsgalerie Stuttgart, © Georg Baselitz 2018)

 

4. Schirn Kunsthalle

In einer eindringlichen Ausstellung präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt Ausschnitte aus dem monumentalen Spätwerk des Österreichers Bruno Gironcoli (1936–2010). Er ist einer der wichtigsten Bildhauer seiner Generation. In einer persönlich gefärbten, individuellen Bildsprache schuf er ab den frühen 1960er-Jahren in einer schier nicht enden wollenden erfinderischen Unersättlichkeit ein sehr eigenwilliges, singuläres Œuvre. 

(Abb.: Bruno Gironcoli, „Ohne Titel“, 2001, Eisen, Holz, Kunststoff, 230 x 260 x 230 cm, Gironcoli Museum, Herberstein, © the Estate Bruno Gironcoli, Foto: Hans Christian Krass)

 

5. Sinclair-Haus

Das Sinclair-Haus in Bad Homburg präsentiert vom 31. März bis zum 16. Juni Arbeiten der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota. Mit ihren Netzen umspinnt sie Alltagsgegenstände, die Ausdrucksträger menschlicher Handlungen sind und Vergessenes in Erinnerung rufen. So nutzt sie für ihre Werke Objekte wie ein ausgebranntes Klavier, ein Brautkleid, einen Damenmantel, zahlreiche Schlüssel oder Holzboote, wie zuletzt 2015 bei der Biennale in Venedig. Alle Arbeiten bilden poetisch-pulsierende Raum-Körper.

(Abb.: Chiharu Shiota, Beyond Time, Yorkshire Skulpture Park, 2018 © Chiharu Shiota und VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

 

6. Museumsinsel Schloss Gottorf 

Licht, Luft und lockere Malerei – wenn es um den deutschen Impressionismus geht, fällt meist der Name Max Liebermann. Bis heute immer noch eher unbekannt hingegen ist ein Künstler aus Schleswig-Holstein, der diese Stilrichtung in Frankreich kennen gelernt und mit in die Heimat gebracht hat. Hans Olde der Ältere, 1855 als einziger Sohn eines Gutsbesitzers geboren, gilt als der herausragende Vertreter des neuen Stils in Schleswig-Holstein. In einer großen Ausstellung auf Schloss Gottorf erfährt der Impressionist des Nordens nun erstmals eine umfassende Würdigung. 

(Abb.: Hünengrab bei Buelk (Herbststurm am Meer), 1894, Öl auf Leinwand ©Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen)

 

7. Bundeskunsthalle Bonn

Das Ausstellungsprogramm widmet sich 2019 großen Namen und Ereignissen der Film-, Musik-, und Literaturgeschichte. Filme der Weimarer Republik, Michael Jackson und Goethe stehen im Fokus der jeweiligen Ausstellung. Auch für den Garten auf dem Dach hat sich die Bundeskunsthalle dieses Jahr etwas einfallen lassen.

(Abb.: Der Tanz der Maschinen-Maria (Brigitte Helm), Metropolis (Fritz Lang, 1927), Quelle: Deutsche Kinemathek Fotoarchiv, Foto: Horst von Harbou © Deutsche Kinemathek Horst von Harbou)

 

8. Biblioteca Nazionale Marciana

Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Freisinger Lukasbildes, einer über tausend Jahre alten byzantinischen Ikone mit der Darstellung der fürbittenden Muttergottes. Das Lukasbild, das seit 1440 im Freisinger Dom aufbewahrt wird, kehrt für diese Ausstellung an den Ort zurück, wo es einst der Kaiser aus Byzanz in den Westen brachte: nach Venedig.

(Abb.: Manuskript des Pseudo-Dionysios Aeropagita, 1350/1408, Musée du Louvre, Paris. Foto: bpk/RMN-Grand Palais/Daniel Arnaudet)