Eine erstklassige Auswahl an Kunst und Kunsthandwerk

Das Programm der diesjährigen Cologne Fine Art

Wasinburee Supanichvoraparch: „Kobalt Blues – The Kobalt Series No. 49.“, Porcelain with 

Kobalt Blue glaze. H 49 x L 50 x W 47 cm, Galerie: Michael Woerner Oriental Art


Die Cologne Fine Art zeigt vom 22. bis 25. November erneut außergewöhnliche Exponate aus aller Welt: Von fernöstlichen Skulpturen und Exotika der Vergangenheit und Gegenwart bis hin zu amerikanischen Designklassikern und jungen zeitgenössischen Positionen aus Malerei und Fotografie. Keine andere deutsche Messe präsentiert Kunst- und Kunsthandwerk in dieser Vielschichtigkeit und Güte. Die Messe ist Ausstellung und Wunderkammer in einem und spricht arrivierte Kunstkenner wie auch Sammler in spe an. Hier einige Beispiele aus dem reichhaltigen, hochkarätigen Angebot von Galerien und Händlern aus neun Ländern.

Eine regelrechte Sensation zeigt die Galerie Ludorff (Düsseldorf): Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist Otto Muellers „Russisches Mädchenpaar“ von 1919 wieder einem öffentlichen Publikum zugänglich. Ein Ausnahmewerk des deutschen Expressionisten, das seine Frau Maschka und – so vermuten Mueller-Forscher – seine zweite große Liebe Irene Altmann vereint auf der Leinwand zeigt. „Ich bewerte dieses Bild durchaus als kleine Attraktion, weil Mueller sich selten so wie hier einer ähnlich leidenschaftlichen Farbgebung hingegeben hat wie seine Mitstreiter der Brückegruppe“, sagt Manuel Ludorff. Stern Pissaro (London) zeigt ebenfalls Hochkarätiges. So sind Schlüsselwerke von Emil Nolde und Fernand Léger vertreten, flankiert von Lucio Fontanas „Concetto Speciale“ und drei Werken von Yayoi Kusama. „Wir wollen dem arrivierten Publikum hochkarätige Werke, die sowohl über kunstgeschichtliche Bedeutung als auch über Marktrelevanz verfügen, zeigen. Und gleichzeitig den jüngeren Sammlern, die sich verstärkt für Kunst nach 1950 interessieren, ein Forum bis in die Jetztzeit bieten.“, erklärt Natalie Plan von Stern Pissarro. Junge Sammler dürften sich auch für das Angebot bei Choi & Lager (Köln) und Kaune Contemporary (Köln) begeistern, die sich auf junge Positonen festgelegt haben, flankiert von Designklassikern von Eames und Cassina.

Antique Jewellry & Art Sabine Füchter (München) legt den Schwerpunkt auf das Art Déco und die 1940er Jahre. Außerdem präsentiert die Münchnerin ausgewählte Stücke großer Häuser wie Cartier, Chaumet, Van Cleef & Arpels sowie Rolex. Das Angebot des Kunsthauses Nüdling (Fulda) auf der Cologne Fine Art präsentiert u. a. eine Art Déco-Brosche mit runden, dreieckigen und im Baguetteschliff gehaltenen Brillanten und eine aus Türkisen, Brillanten und Gelbgold stilisierte Entenbrosche von Cartier. Das Kiez Kabinett (Berlin) präsentiert eine Gegenüberstellung von dänischem und italienischem Midcentury-Design. „Durch den Retro-Trend bei Filmen und Streamingserien ist Midcentury-Design wieder in den Vordergrund gerückt. Und die Jüngeren haben es dadurch für sich entdeckt. Wir beobachten eine verstärkte Nachfrage nach Möbeln aus dieser Zeit.“, erläutert Tobias Hirschmann vom Kiez Kabinett. 

Farah Massarte von Famarte legt den Fokus auf hinduistische und buddhistische Kunst, der sie wachsendes Potenzial bescheinigt: „Die Leute reisen mehr als früher und sind von daher offener und sensibilisierter im Hinblick auf die Kunst und Kultur ferner Länder. Sie suchen etwas Besonderes, etwas, das ihnen neue, bislang unbekannte Geschichten erzählt und vielleicht sogar noch spirituell aufgeladen ist. Das alles bietet antike asiatische Kunst – gepaart mit starker Expressivität, handwerklicher Virtuosität und einzigartiger Materialität.“ Den Mittelpunkt bei Famarte bildet eine Ganesha-Figur aus Zentralindien aus der Chandella-Periode des 10. Jahrhunderts, flankiert von einer Bronze-Gruppe mit Buddha und seinen Schülern aus dem mittleren 19. Jahrhundert. Ihnen gegenüber stellt Farah Massarte die neo-impressionistischen Werke des burmesischen Künstlers Soe Soe und untermauert damit das Messekonzept, das alte und zeitgenössische Kunst im Dialog inszeniert. Diesen Standpunkt vertritt auch Kunsthändler Michael Woerner: „Wir werden zur diesjährigen Cologne Fine Art ein neues, frisches Ausstellungskonzept präsentieren, um auch einem jüngeren, zunehmend designorientierten Publikum Rechnung zu tragen“. So werden Arbeiten aus der Kobalt-Serie des thailändischen Keramikkünstlers Wasinburee Supanichvoraparch exklusiv in Köln ausgestellt, flankiert von den ätherischen Tusche-Gemälden von Thailands Shooting Star Jiratchaya Pripwai’s. „In diese Szenerie werden wir zwei herausragende Antiken einbetten: den sublimen Steintorso einer Göttin aus der Prä-Angkor Zeit, datiert auf das 7. Jahrhundert, sowie den Kopf einer Bodhisattva-Skuptur aus dem alten Gandhara“, so Woerner.  |zk|

 

Cologne Fine Art

22. bis 25.11.

Messegelände Köln-Deutz

Messeplatz 1

50679 Köln

www.colognefineart.de