Russische Avantgarde in Berlin

Das Berliner Auktionshaus Nosbüsch & Stucke lädt zur

15. Auktionen


El Lissitzkys „Industrija sozialisma 

(Die Industrie des Sozialismus)“, 1935 


Das Auktionshaus Nosbüsch und Stucke in Berlin wurde 2014 gegründet und bietet Sammlern und Kunstliebhabern zwei bis drei große Auktionen im Jahr. Die Gründer Manfred Nosbüsch, Harald Stucke und Dieter van Reimersdahl bringen jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit wertvollen Objekten in ihr Unternehmen ein. Besonderes Augenmerk legt das Haus auf attraktive und themenkonsistente Sammlungen. Zur 15. Auktion am 17. und 18. Mai erscheint ein 250 Lots umfassender Sonderkatalog mit Büchern, Plakaten und Kunstwerken der Russischen Avantgarde, die nicht nur in Russland zu radikalen Umwälzungen und Erneuerungsprozessen in allen Bereichen der Kunst führte, Eines der vielen Highlights, das die Interessenten erwartet, ist Lot 1776, El Lissitzkys „Industrija sozialisma“ (Die Industrie des Sozialismus), bestehend aus sechs Heften und einer Kartenmappe. Das 1935 in Moskau erschienene Portfolio enthält zahlreiche fotografische Abbildungen (darunter einige Fotomontagen und Falttafeln) in variierenden Farben, Abbildungen nach Zeichnungen und Gemälden und Karten in experimenteller graphischer Gestaltung, Der Schätzpreis liegt bei 7.500 Euro. Die vier zur Auktion erscheinenden Kataloge umfassen insgesamt 1971 Positionen. Neben Büchern aus allen Gebieten – von der Inkunabel bis zum modernen Künstlerbuch – werden auch moderne Kunst und Künstlergraphik, Photographien, Plakate und Erotika angeboten. So kommt mit dem Aquarall „Männermacht und Frauenleiden“ ein Original der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig zur Versteigerung (Lot 901). Das Blatt im Format 43 x 61 cm hat einen Schätzpreis von 15.000 Euro. 


15. Auktion

17./18.5.

Nosbüsch & Stucke GmbH

Auktionen Berlin

Fasanenstraße 28

10719 Berlin

Mo-Fr 10 bis 18 h

www.nosbuesch-stucke.berlin

REFLEXION POLNISCHER ZEITGESCHICHTE

Das Pan Kunstforum in Emmerich am Rhein zeigt Anetta Küchler-Mocny


Anetta Küchler-Mocny, Detail aus “Verblassen II”,

Triptychon, 1,70 m x 4,20 m, Öl auf Leinwand, 2012


Anetta Küchler-Mocny gehört zu den herausragendsten im Ausland wirkenden polnischen Malerinnen. 

Ihre Werkserien: “Grenzknoten”, “Verblassen”, “Verdecktes Paradies”, “Unter vier Augen”, “die, das, der. Versetzt” und die für das Werk von Anetta Küchler-Mocny so wichtige Serie “Portraits” präsentieren eine Künstlerin, die ihren eigenen, einzigartigen, erkennbaren und innovativen Stil entwickelt hat und unsere Welt der Phantasie und der tiefen Reflexion mutig betreten hat. In ihrer Arbeit greift sie nach den Wurzeln humanistischer Sensibilität, die tief in der polnischen und europäischen Tradition verankert sind. Auf sokratische Art und Weise werfen ihre Bilder wichtige Fragen auf und zwingen uns, selbst nach Antworten zu suchen. Ähnlich steht die Künstlerin den wichtigen Problemen und Ereignissen unserer Heimat gegenüber, wie dem Katyn-Massaker, der Smolensk-Tragödie oder der Figur des polnischen Papstes Johannes Paul II. Die vom Polnischen Institut in Düsseldorf und dem PAN kunstforum in Emmerich präsentierte Ausstellung mit Werken von Anetta Küchler-Mocny trägt den titel “Timeline Border” – „Die Grenze der Zeitlinie“ – „Granica linii czasu” und bezieht sich inhaltlich auf die tragischsten Ereignisse der polnischen Zeitgeschichte. Beide, das Katyn-Verbrechen 1940 und die Smolensk-tragödie 2010, erschütterten Polen und Menschen guten Willens auf der ganzen Welt. Die Künstlerin greift nach einem sehr schwierigen Thema, das mittels der in der polnischen Tradition tief verwurzelten künstlerischen Metaphorik ausgedrückt wird. Dabei scheut sie nicht, dem Strom der politischen Korrektheit entgegenzutreten, der die Gedankenfreiheit einschränkt.


Anetta Küchler-Mocny.

Die Grenze der Zeitlinie/Timeline Border

12.5. bis 15.6.

PAN kunstforum niederrhein

Agnetenstraße 2

46446 Emmerich am Rhein

Di-So 11-16 h

www.pan-forum.de