Erbe des Surrealismus

Robert Wilson würdigt Max Ernst mit einer Ausstellung in Brühl


Ausstellungsansicht (Foto: © Max Ernst Museum Brühl des LVR / Lucie Jansch)


Der US-Amerikaner Robert Wilson ist vielseitig: Er ist Theaterregisseur, Sammler und bildender Künstler. Alle drei Disziplinen vereint kann man jetzt im Max Ernst Museum in Brühl betrachten. Im Rahmen der spartenübergreifenden Produktionen des Museums hat Wilson eine Rauminstallation zu Ehren des Künstlers Max Ernst gestaltet. Diese soll nicht nur als Hommage verstanden werden, sondern als eine Art imaginärer Zusammenarbeit zweier visionärer Künstler. Angeregt wurde Wilson direkt durch die Sammlung des Museums. Denn als er dieses 2017 besuchte, fühlte er sich durch Fotos, die Max Ernst zeigten, inspiriert und unmittelbar mit dem kreativen Prozess des Künstlers verbunden: „Ich wollte mir das Umfeld von Max Ernst näher anschauen und die Dinge, die ihn umgaben. Sein Umfeld ähnelte in mancher Hinsicht meinem eigenen“, so Wilson. Insgesamt 400 Objekte, darunter Figuren, Masken, Federschmuck, Textilien, Schuhe, Fundstücke sowie Videos, Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Schriftstücke, werden präsentiert. Der Schriftsteller Louis Argon bezeichnete Wilson einmal als legitimen Erben des Surrealismus. Dass dieses Erbe sich nun auch in der Ausstellung wiederfinden lässt, ist daher nicht verwunderlich. Die Zusammenstellung der Exponate folgt einer assoziativen Logik, die das Gewohnte ins Magische, Fremde und Seltsame rückt. Robert Wilson verwandelt so den Raum in eine Art surreale Kunst, die einer Wunderkammer gleicht. Die einzelnen Objekte stehen nicht für sich, sondern lassen sich als Teil der Installation zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügen. |ez|


The Hat Makes The Man

bis 26.8.

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Comesstraße 42/ Max-Ernst-Allee 1

50321 Brühl

Di-So 11-18 h

www.maxernstmuseum.lvr.de