Fröhliche Abstraktion

Das Museum Stangenberg-Merck stellt Werke Ekkehard Wiegands aus


Ekkehard Wiegand, , Ausschnitte von: „Dame mit Hand- tasche“, Bronzeguss, 2004 und „Mädchen“, Bronzeguss, 2000


Skulpturen aus Holz und Metall – geschnitzt, verschweißt, gegossen – aber auch Gemälde und Grafiken finden sich unter Ekkehard Wiegands (*1944) Arbeiten. Meist zeigen sie mehr oder weniger abstrahierte Menschenfiguren, der Fokus liegt in der Regel auf dem Gesicht. Oft sind die Darstellungen humorvoll umgesetzt, erzeugen bei den Betrachtenden ein Schmunzeln. Charakteristisch sind außerdem die schlichten, abgerundeten Formen, die auch manchen der  Metallskulpturen einen „weichen“ Eindruck verleihen. Seine Bilder stehen in engem Austausch mit seinen Skulpturen, im Spannungsfeld zwischen Zwei- und Dreidimensionalität entstehen immer neue Inspirationen. Seit 2002 veranstaltet der Künstler jährlich Ausstellungen mit Gastausstellern und eigenen Werken in seinem Atelier in Gengham (Palling). Vom 16. September bis zum 16. Juni 2019 sind seine Arbeiten nun auch im hessischen Seeheim/Jugenheim zu bewundern. Das Museum Stangenberg-Merck, welches sich im Geburtshaus Heidy Stangenberg-Mercks befindet und dem vielfältigen Schaffen von ihr und ihres Mannes, Karl Stangenberg, sowie ihrer Mutter, Marietta Merck gewidmet ist, präsentiert die Sonderausstellung „Ekkehard Wiegand. Bildhauer, Maler, Grafiker“. Die im Artificum, dem Museumsshop, ausgestellten Arbeiten können wie immer auch erworben werden. Wer mehr über den Künstler und sein Œuvre erfahren will, kann dies außerdem anhand der Künstler-Autobiographie tun, die 2015 unter dem Titel der aktuellen Ausstellung erschienen ist. |lh|


Ekkehard Wiegand. Bildhauer, Maler, Grafiker
16.9. bis 16.6.19
Museum Stangenberg-Merck
Helene-Christaller-Weg 13
64342 Seeheim-Jugenheim
Mi-Fr 15-19 h; Sa-So 11-18 h
www.museum-jugenheim.de

Darstellung des Unsichtbaren

Doppelausstellung in Ingolstadt und München


Ann Veronica Janssens, „16 Pink Blocks (600)”, 2016, Glas,

20 x 48 x 48 cm, Ed. 3/3 plus 2 A/P (© Die Künstlerin und Esther Schipper, Berlin Foto: Andrea Rossetti)


Anfang des 20. Jahrhunderts gingen viele Künstler der Frage nach der Bedeutung des Geistigen in der Kunst nach. Neben Wassily Kandinskys 1912 erschienener Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ beschäftigten sich auch andere Künstler wie zum Beispiel Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch mit diesem Thema. Sie alle suchten nach Möglichkeiten, wie man das Unsichtbare, das Transzendente, das Spirituelle darstellen könnte und sie gelangten alle zu einem ungegenständlichen Malstil, bei dem allein den Farben und Formen Bedeutung zukam. Jetzt, über 100 Jahre später, gehen das Museum für Konkrete Kunst in Ingoldstadt und die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst in der gemeinsamen Ausstellung „Über das Geistige in der Kunst. 100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch“ der Frage nach, welche Relevanz dieser geistigen Dimension in der ungegenständlichen Kunst geblieben ist. Für die Ausstellung haben die Kuratorinnen rund 20 künstlerische Positionen ausgesucht, die sich entweder explizit auf Wassily Kandinsky oder Kasimir Malewitsch berufen, oder aber deren Gedankengut in die heutige Zeit übertragen. In München steht die Auseinandersetzung mit Kandinsky im Mittelpunkt, während die Ingolstädter Schau Kasimir Malewitsch ins Zentrum rückt. In Ingoldstadt kann das Ergebnis dieser Überlegungen noch bis zum 3. März 2019 betrachtet werden.    |ez|


Über das Geistige in der Kunst.

100 Jahrenach Kandinsky und Malewitsch
bis 3.3.2019
Museum für Konkrete Kunst
Tränktorstraße 6-8
85049 Ingolstadt
Di-So 10-17 h
www.mkk-ingolstadt.de