GOLDKAMMER in Frankfurt eröffnet

Das neue Museum präsentiert Gold in vielen Facetten


Blick in den Ausstellungsbereich „Gold aus den Meeren – Verlorene Schätze“ 


Mit der Goldkammer Frankfurt wurde am 25. Mai eines der modernsten Museen Europas in der Mainmetropole eröffnet. In nur vier Jahren Konzeption, Planung und Realisierung wurde in einer denkmalgeschützten Stadtvilla des Frankfurter Westends ein spektakuläres Kammersystem geschaffen, in dem die Besucher Gold in vielen Facetten erleben können. In einer Abfolge von Kammern und Schatzräumen präsentiert sich das edle Metall als Werkstoff für Kult und Kunst, als Objekt der Begierde und des Handels. Über 500 Exponate aus verschiedenen Kulturen laden zu einer Entdeckungsreise rund um das Edelmetall ein und spannen einen zeitlichen Bogen von der Prähistorie über die frühen und klassischen Hochkulturen, bis hin zum Gold der Neuen Welt. So beschäftigt sich etwa der Themenbereich „Gold aus den Meeren – Verlorene Schätze“ mit gesunkenen Schiffswracks, die auch zum Transport des Edelmetalls aus der neuen Welt über den Atlantik genutzt wurden. Die Dramatik von Verlust und Untergang, das Geheimnis jahrhundertelanger Verborgenheit, das Wagnis von Entdeckung und Bergung umgeben die gezeigten Exponate mit einer Aura von erregender Eindringlichkeit. Ihnen wird ein beeindruckender Auftritt in einer Inszenierung aus Glas und Licht – wie unter Wasser – zu Teil. Die Goldkammer will mit Ihren Schaustücken und Räumen das Interesse und Staunen der Besucher wecken. Direktorin des neuen Frankfurter Museums ist Dr. Nadja Tomoum.


Gold in vielen Facetten

permanent

Goldkammer

Kettenhofweg 27

60325 Frankfurt am Main

Di-So 11-18 h

www.goldkammer.de

Größtmögliche Vorbehaltlosigkeit

Das Sprengel Museum feiert den 100. Geburtstag

von Kurt Schwitters’ Merzkunst


Kurt Schwitters, „Merzz. 101. Dorf“, 1920, Sprengel Museum Hannover (Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover)


Kurt Schwitters zählt zu den einflussreichsten Künstlern des frühen 

20. Jahrhunderts. Die Silbe „Merz“ bestimmte er 1919 zur Wortmarke seiner Ein-Mann-Bewegung. Fortan nutzte er sie für die Benennung, das Ordnen sowie zur Propagierung seines vielfältigen Schaffens in allen Bereichen der Kunst und Literatur, der Typografie und der performativen Aktivitäten. Die Merzkunst ist abstrakt und zeichnet sich durch das Verfahren der Montage aus. Das Sprengel Museum feiert den 

100. Geburtstag der Entstehung von Kurt Schwitters‘ Merzkunst mit einer neuen Sammlungspräsentation. Sie umfasst über 150 Exponate aus seinem gattungsüberschreitenden Schaffen und darüber hinaus Werke seiner internationalen Weggefährten wie Theo van Doesburg, Hans Arp und El Lissitzky. Die Darbietung der Werke ist konzeptuell eng verbunden mit Schwitters‘ crossmedialer Reihe „Merz“, die zwischen 1923 und 1932 in Hannover erschien und die Merzkunst in Europa und den USA bekannt machte. Viele Ausgaben der Zeitschriftenreihe „Merz“, widmen sich mittels Texten, Bildreproduktionen, einer Grammophonaufnahme und origionaler Druckgrafik einer großen Themenvielfalt: Merz und Dada, Internationaler Stil, Natur und Kunst, Reklamegestaltung, Großstadtarchitektur, Märchen sowie Lautpoesie. Die Ausstellung stellt die neue Hybrid-Edition in digitaler und gedruckter Form vor, die in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal und dem Trier Center for Digital Humanities entstand und die Reihe „Merz“ vollständig in all ihren strukturellen und gestalterischen Besonderheiten interdisziplinär erforscht und umfassend aufbereitet.


100 Jahre Merz. 

Kurt Schwitters. Crossmedia

bis 6.10.

Sprengel Museum Hannover

Kurt-Schwitters-Platz

30169 Hannover

Di 10-20 h, Mi-Sa 10-18 h

www.sprengel-museum.de