KUNST IM CAVE CUBE

Im August beginnt in der Barbarossahöhle die erste Medienkunstbiennale


Tori Wraanes: Ældgammel Baby / Ancient Baby, 2017, Videoinstallation, 14‘, loop (Foto: Kunsthal Charlottenborg)


Sie ist ein ehrgeiziges Unterfangen, die erste Medienkunstbiennale „An-hydrite“ in der Barbarossahöhle im Kyff-häuser. Die mehr als 25 Künstlerinnen und Künstler kommen aus Russland und den USA, aus Slowenien und Kolumbien, aus Uganda und Norwegen, Australien und Österreich, Spanien und Bulgarien, Kanada und Taiwan, aus Dresden, Leip-zig, Weimar, Köln und Berlin. Neben namhaften Künstlern wie der FotograḀn und Regisseurin Floria Sigismondi, Josef Beuys, Laibach oder Bruce Naumann, ha-ben die Kuratoren bewusst auch junge aufstrebende Künstler eingeladen. Aus Russland, dem Schwerpunkt der Bien-nale, bringt Kuratorin Ksenia Podoynit-syna Sergej Katran, Maria Zvyagintseva und Kyrill Rave mit, von Kuratorin Ana Maria Vallejo kommen die lateinameri-kanischen KünstlerInnen Ana Allenso, Sandra Rengifo und Clemencia Echeverri. Inspiriert von der einzigartigen Geologie der Barbarossahöhle setzen sich die Teil-nehmer mit dem Thema „Hybride Reali-tät“ auseinander. Beuys „Ja Ja Ja Ja Ja, Nee Nee Nee Nee Nee“, und Naumanns „No No New Museum“ treffen auf Laibachs Reenactment von John Cage’s 4’33“, in-terpretiert für den 40. Geburtstag des La-bels MUTE. Es gibt Projektionen, im Loop laufen Videoinstallationen und Filmse-quenzen. Objekte, Skulpturen werden präsentiert, Performance Ḁnden statt.  Die Ausstellung wird unter anderem von der amerikanischen Stiftung art bridges sowie Martina Mazzotta unterstützt.           


Medienkunstbiennale Anhydrite   

Künstlerische Leitung Martin und Gerald Höfer

3.8. bis 7.10.

 

Barbarossahöhle

Rottleben/Kyffhäuser

Täglich ab 17.30 h

TAPETEN UND BAUHAUS

Eine 90-jährige Erfolgsgeschichte im Museumsquartier Osnabrück


Tapetenfabrik Rasch, Muster-Originale“, 1931, Rasch-Archiv, Bramsche (Foto: Ludger Aundrup, Warendorf)


Was nicht passt, wird passend ge-macht! So oder so ähnlich hat Emil Rasch von der Hannoverschen Tapetenfa-brik Gebr. Rasch & Co vielleicht gedacht, als er 1929 auf Initiative seiner Schwester, der Bauhausschülerin Maria Rasch, nach Dessau reiste, um den Bauhaus-Direktor Hannes Meyer von der Idee zu überzeugen – mit Erfolg! Im Jahr 1929 wurde die in Bramsche bei Osnabrück produzierte Bau-haustapete ein die Bauhaus-Ära überdau-ernder Erfolg. Die Ausstellung im Muse-umsquartier Osnabrück spannt den Bogen von der Geschichte des Projektes, ihren Ak-teuren und der Werbekampagne über die aktuelle Neuauἀage der Bauhaustapete bis hin zu der Frage nach Spuren des Bauhau-ses in unserem Alltag – Ein Gang entlang der 90-jährigen Geschichte der Bauhausta-pete, bis hin zur Kollektion 2019. Aus die-ser gestaltete der international bekannte Künstler Tobias Rehberger eigens für die Ausstellung eine großformatige Wandar-beit. Die Ausstellung zeigt auch den ur-sprünglichen Bestimmungsort der Tape-te, die sogenannte „Volkswohnung“ und die umfassende, zeitweise vom Bauhaus übernommene Werbekampagne. „Baus-haustapete neu aufgerollt“ bietet einen zeitgemäßen Blick auf ein besonderes Bau-haus-Produkt, anhand dessen die Wider-sprüchlichkeiten der Wirkungsgeschichte des Bauhauses genauso aufgezeigt wird wie dessen Utopien und Ideen für gemein-schaftliches, interdisziplinäres Gestalten.     


Bauhaustapete – neu aufgerollt

17.8. bis 8.12.19

 

Museumsquartier Osnabrück

Di-Fr 11-18 h, Sa/So/Fei 10-18 h

Lotter Straße 2

D-49078 Osnabrück

www.museumsquartier-osnabrueck.de