Gespiegelte Subjektivität

Die Stiftung Konzeptuelle Kunst zeigt im Raum Schroth Arbeiten des britischen Künstlers  Douglas Allsop


Impression der Ausstellung „Douglas Allsop – differing views“


Seit Mai 2016 bespielt die Stiftung Konzeptuelle Kunst den Raum Schroth des Museum Wilhelm Morgner. Ihr  Stiftungszweck ist die „Förderung von Kunst und Kultur“, ihre Hauptaufgabe die Bewahrung, Verwaltung und Präsentation der Sammlung Schroth. So stammen die in der aktuellen Ausstellung „Douglas Allsop – differing views“ gezeigten Werke aus ebendieser Kollektion. Die Objekte der Serie „Reflective Editors“ sind aus mathematischen Berechnungen und konsequenter Reduktion entstanden. Diese minimalistischen, geometrischen Gebilde aus hochglänzendem, meist schwarzem Material präsentieren sich jedem Betrachter auf unterschiedliche Weise. Durch ihre spiegelnde Oberfläche fangen sie je nach Blickwinkel und Lichteinfall andere Aspekte des Ausstellungsraumes ein, reflektieren farbenfroh das Licht oder zeigen dem Betrachter sein Spiegelbild. Kein Blick ist wie der Nächste. So zeigen die Werke eindrucksvoll, wie verschiedene Menschen die gleichen Gegebenheiten ganz unterschiedlich wahrnehmen können und wie leicht sich die Sicht auf Dinge durch veränderte Positionen verschieben kann. Sie reflektieren im wahrsten Sinne des Wortes die Komplexität der hochaktuellen Themen Wahrheit und subjektive Wahrnehmung und regen die Betrachter zum Nachdenken an. „Douglas Allsop – differing views“ vereint aktuelle Arbeiten mit solchen der vergangenen Jahrzehnte – das älteste stammt  aus dem Jahr 1971 – und ermöglicht einen Überblick und vielfältige Einsichten in das Œuvre Douglas Allsops. |lh|

 

Douglas Allsop – differing views

bis 13.1.19

Raum Schroth im Museum Wilhelm Morgner

Thomästraße 1

59494 Soest

Di-Fr 14-17 h, Sa-So 11-17 h

www.skk-soest.de

Spiegelung des Landlebens

Ausstellung zum Appenzeller und Toggenburger Landleben im Forum Würth Rorschach


Josef Manser (Mölpi), Ankunft auf der Mockenweid (Hermes), Blick gegen den Alpstein, 1980, Öl auf Hartfaserplatte, 

44 × 58,5 cm, Privatbesitz, Appenzell, 


2013 eröffnete das Forum Würth, der museale Bereich im Würth Haus Rorschach. Auf rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden dort seitdem regelmäßig wechselnde Ausstellungen gezeigt.  Die aktuelle Schau „Bi öös deheem“ präsentiert Kunstwerke zum Appenzeller und Toggenburger Landleben aus der Sicht von sechs Malern. Die ausgestellten Werke zeigen, wie unterschiedlich die Künstler ihre Heimat wahrnehmen. Die Genres und Motive stammen dabei hauptsächlich aus der Bauernmalerei. Ausgestellt werden Tafelbilder, auch „Täfeli“ genannt, traditionelle Sennenstreifen mit Alpfahrmotiven und bemalten Fahreimerbödeli. Sie alle zeigen idyllische Landschaften und volkstümliche Festlichkeiten, die sich mit Altagsszenen und ausdrucksvollen Porträts der Landleute abwechseln. In der Bauernmalerei wird die eigene Umgebung oftmals als idealistische Welt dargestellt, die gesellschaftliche Realität wird dabei ausgeblendet. Die Ausstellung zeigt nicht nur die von außen wahrgenommene Idylle. Sie enthüllt ebenso Künstlerpersönlichkeiten, welche mit ihren Werken den realen Alltag des Landlebens ans Licht bringen. Die Werke der aus dem Appenzellerland stammenden Sibylle Neff, Josef Manser «Mölpi» und Johann Hautle treten in Dialog mit Malereien von Babeli Giezendanner, Gottlieb Feurer und Jakob Tischhauser aus dem Toggenburg.|ez|

 

Bi öös dehem. Gemaltes Appenzeller und Toggenburger Landleben zu Gast im Forum Würth Rorschach

bis 28.4.19

Forum Würth Rorschach

Churerstraße 10

CH-9400 Rorschach

Di-So 11-17 h

www.wuerth-haus-rorschach.ch